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Ungewöhnlicher Versicherungsbetrug mit Reiserücktritt vor Gericht

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Eine ungewöhnliche Form von Versicherungsbetrug wird derzeit vor dem Amtsgericht im sächsischen Marienberg verhandelt. Es geht dabei nicht um gefälschte Rezepte oder Haftpflichtfälle, sondern um Betrügereien mit Reiserücktrittversicherungen. Angeklagt sind zwei Betreiber eines Reisebüros.

Wie die Webseite des TV-Senders RTL vermeldet, soll der Versicherungsbetrug in der Zeit zwischen 2010 und 2018 immer wieder stattgefunden und insgesamt einen Schaden in Höhe von 93.000 Euro verursacht haben. Die Anklage lautet auf 13-fachen gewerbsmäßigen Betrug und dreimaligen versuchten gewerbsmäßigen Betrug.Die Vorgehensweise war stets dieselbe. Über das eigenen Reisebüro wurden luxuriöse Reisen gebucht und mit einer Reiserücktrittsversicherung abgesichert. Nachdem die Reisen planmäßig abgesagt wurden, floss das Geld der Versicherung. Möglich wurde die Betrügerei unter anderem durch falsche Krankmeldungen, Sterbeurkunden von Familienangehörigen sowie Kündigungsschreiben.

Vor Gericht sagte die Ehefrau aus, sie hätte nichts von der Vorgehensweise ihres Mannes gewusst. Der Ehemann zeigte sich geständig und wird zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt, während die Frau einen Freispruch aushandeln konnte.

Darüber, warum die Betrügereien so lange funktionierten und was letztlich zu deren Aufdeckung führte, wurde nicht berichtet.

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