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Unfallversicherung: so funktioniert die Gliedertaxe

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Wer nach einem Unfall eine Schadensregulierung erhält, wird in der Unfallversicherung mitunter nach der Gliedertaxe entschädigt. Dahinter verbirgt sich nicht mehr und nicht weniger als ein System, mit dem die Wichtigkeit verlorener Körperteile oder Gliedmaßen in konkrete Beträge umgerechnet wird.

Was auf den ersten Blick ein wenig makaber klingt, ließe sich vermutlich kaum nach einem anderen Prinzip regeln. Entsprechend informiert T-Online über die Berechnungsgrundlagen und erklärt die Funktionsweise der Gliedertaxe. Bedingung ist stets die Amputation des entsprechenden Körperteils und die daraus resultierende Invalidität.Zu beachten ist dabei, dass die Höhe der Gliedertaxe je nach Unfallversicherung variiert und auch die Einstufungen sind nicht immer identisch. Es kann sich somit lohnen, vor Abschluss einer Versicherung genau hinzuschauen und Risiken individuell zu formulieren oder auch zu quantifizieren. Die Empfehlungen für die Einstufung stammt vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), ist jedoch nicht bindend.

Ein verlorenes Auge soll demnach zu einer Invalidität in Höhe von 50 Prozent führen, ein Fuß zu 40 Prozent Invalidität, während der Geruchssinn nur zehn Prozent ausmacht und das Gehör 30 Prozent. Wohlgemerkt: die Werte können variieren und wer sich beispielsweise als Musiklehrer verdingt oder gar professioneller Musiker ist, wird dem Gehör sicherlich mehr Bedeutung beimessen.

Wenn eine Krankheit für den Verlust verantwortlich ist, gibt es in der Unfallversicherung Abzüge und auch der Grad der Invalidität eines einzelnen Körperteils wird bemessen. Ein komplett funktionsuntüchtiger Arm geht beispielsweise mit 70 Prozent Invalidität einher. Sind jedoch nur zehn Prozent des Arms invalide, so entsteht ein Grad in Höhe von sieben Prozent. Die Basis für die Einschätzung liefern natürlich medizinische Gutachten. Es ist allerdings auch möglich, dass sich die Invaliditätsgrade nach einem Unfall addieren.

Als Richtwert für die Invaliditätssumme wird – je nach Alter — das vier- bis sechsfache des Bruttojahreseinkommens empfohlen.

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