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Unfallversicherung muss auch bei externen schulischen Veranstaltungen zahlen

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Wenn im Rahmen einer schulischen Veranstaltung ein Unfall geschieht, steht die Unfallversicherung in der Pflicht. So weit, so bekannt, doch gilt dieser Versicherungsschutz nach Ansicht des Sozialgerichts Hildesheim (AZ S 21 U 16/19) auch dann, wenn es eine externe Veranstaltung im Einklang mit der Schule war.

Die HNA schreibt über ein Gerichtsurteil, nach dem auch eine Veranstaltung wie die des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR) in Göttingen unter den Versicherungsschutz fällt. Eine 15-jährige Schülerin erlitt dabei Verletzungen am Unterschenkel, die durch einen so genannten „Feuertornado“ herbeigeführt wurden.Die Unfallversicherung der Schule lehnte zunächst eine Kostenübernahme ab und verwies darauf, dass es sich um eine externe Veranstaltung gehandelt habe. Das traf auch zu, doch bestand offenbar ein so enger Bezug zum schulischen Unterricht, dass diese Argumentation von den Richtern nicht übernommen wurde. Im Rahmen des „DLR_School_Labs“ wird gezielt mit Schulen kooperiert und diese erhalten Einblicke in die moderne Forschung. Zudem bestand eine Kooperation mit dem Göttinger Gymnasium.

Das Experiment mit dem Feuertornado, der durch Ethanol erzeugt wird, findet mittlerweile nicht mehr statt. Zuvor war in einem Drahtkorb eine Feuersäule erzeugt worden, was natürlich überaus spektakulär aussieht. Im konkreten Fall kam es zu einem Missgeschick, da der Versuch wegen Filmarbeiten wiederholt werden sollte und Ethanol über ein noch nicht ganz gelöschtes Feuer gegossen wurde.

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