Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

Unfall beim Einparken: keine Regresspflicht gegenüber KfZ-Versicherung

| Keine Kommentare

Wer beim Einparken einen Unfall verursacht, kann von Seiten seiner Kfz-Versicherung nicht in Regress genommen werden. Zu dieser Einschätzung kommt das Amtsgericht Berlin (Az.: 119 C 3173/17) und gibt damit einem Autofahrer Recht.

Laut T-Online kann sich dieser darauf berufen, er habe den Parkrempler und den dadurch entstandenen Schaden nicht bemerkt und sich sogar vom Unfallort entfernen. Wohlgemerkt: das Urteil bezieht sich nicht auf eventuelle strafrechtliche Folgen, sondern lediglich auf das Verhältnis zwischen Fahrzeughalter und Versicherer.

So urteilen die Berliner Richter, dass Unfallflucht oder nicht ebenso irrelevant sind wie das Bemerken des Unfalls bzw. dessen Nichtbeachtung. Auch nicht in Frage kommt eine Unfallflucht wegen Fahruntüchtigkeit, die zu Regress hätte führen können. Dieser Aspekt fällt deshalb nicht ins Gewicht, weil Parkunfälle nicht als „alkohol- und/oder betäubungsmitteltypisch“ gelten, wie das Gericht argumentiert.

Anders formuliert, handelt es sich beim unerlaubten Entfernen vom Unfallort in diesem Fall nicht um ein versicherungsrelevantes Verhalten, weshalb auch keine Folgen daraus entstehen.

 

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.