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Umfrage: Ärzte gegen Abschaffung der PKV

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Einer Umfrage zufolge, wünschen sich Ärzte fast durchweg eine Beibehaltung des existierenden Gesundheitssystems inklusive der Privaten Krankenversicherung (PKV). Das ergab eine repräsentative Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Zeitschrift „Focus Money“.

Das Ergebnis spricht hier eine wahrlich eindeutige Sprache. Sage und schreibe 87 Prozent der befragten Mediziner lehnen die Umstellung auf eine Bürgerversicherung ab, nur 13 Prozent wünschen sich deren Einführung. Die Kritikpunkte bzw. Befürchtungen gegenüber der Bürgerversicherung sind dabei zahlreich.

In erster Linie gehen Ärzte davon aus, dass durch die Einführung eines eingliedrigen Gesundheitssystems Leistungen rationiert würden. Dies äußerten zumindest 80 Prozent der Befragten. Eine weitere Problematik bestünde in der vermeintlichen Einschränkung der ärztlichen Therapiefreiheit, die von 65 Prozent befürchtet wird.

Damit nicht genug, denn 59 Prozent der Ärzte sind zudem der Meinung, dass der Wegfall der PKV die Versorgungsqualität der Patienten bedroht, die Einführung neuer Behandlungsmethoden behindert (51 Prozent) und die bislang geltende freie Arztwahl behindert (44 Prozent).

Umgekehrt findet das aktuelle Nebeneinander der gesetzlichen Krankenversicherung und der PKV bei 70 Prozent Zustimmung und wird mit „sehr gut“ oder „gut“ bewertet. Hinsichtlich des Umsatzes durch Kassenpatienten gaben 60 Prozent der Ärzte an, dass dieser nicht ausreicht, um gleichzeitig ein solides Einkommen und Investitionen in die Zukunft zu ermöglichen.

Man darf gespannt sein, ob und wie sich die Parteien vor der Bundestagswahl zur Meinung der Ärzte positionieren. Schließlich handelt es sich bei diesem Berufsstand um einen integralen Eckpfeiler des Gesundheitssystems.

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