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Udo Jürgens: keine Versicherung gegen Todesfall

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Eigentlich ist die Absicherung eine Formsache und sollte zur Routine gehören. Im Fall des Musikers Udo Jürgens stehen die Konzertveranstalter jedoch vor enormen Kosten aufgrund ausgefallener Konzerte. Offensichtlich war die letzte Tour nicht gegen Todesfall versichert.

Der Versicherungsbote greift den ungewöhnlichen Fall auf und berichtet über die unterschiedlichen Implikationen, die sich aus dem fehlenden Versicherungsschutz ergeben. Da sind zum einen die Fans, die ihre Tickets zurückgeben und das Geld erstattet bekommen. Da sind aber auch die Hallenpächter, die die Miete einfordern.

Das Fehlen des Versicherungsschutzes resultierte offensichtlich auch daraus, dass kein medizinisches Attest über Jürgens‘ Gesundheitszustand vorlag. Nach Angaben einer großen deutschen Boulevardzeitung ein reiner „Formfehler„, der sich in der Schadensregulierung jedoch verheerend auswirken könnte.

Offensichtlich wurde in diesem Fall aber auch seitens der Konzerthallen nicht genau hingeschaut. Die Ausfalldeckungen werden normalerweise als Teil des Mietvertrags verlangt, doch fehlt in einigen Fällen das Hauptrisiko einer Erkrankung oder gar des Todes des auftretenden Künstlers.

Im zitierten Artikel berichtet ein Experte über einen Fall, in dem ein großes Konzerthaus das Vorzeigen einer entsprechenden Police verlangte. Diese lag jedoch aufgrund des Alters des Künstlers und eines fehlenden Attestes nur gegen Unfall/Unfalltod sowie Probleme mit Verkehrsmitteln vor. Die Folge: der Künstler trat nicht auf, der Veranstalter ging daraufhin aufgrund der Rückforderungen in die Insolvenz.

Im aktuellen Fall ist zu hoffen, dass es nicht so weit kommt ….

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