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Uber: Kostensteigerung durch verpflichtende Unfallversicherung

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Uber hat sich mittlerweile zu einem ernst zu nehmenden Taxi-Konkurrenten entwickelt. Vor allem in den USA aber auch in anderen Staaten gelten die Fahrzeuge, die sich via App buchen lassen als neuer und zudem sind die Fahrerinnen und Fahrer offenbar freundlicher. Nun muss der Service Versicherungen gegen Unfallfolgen integrieren, was die Preise steigen lassen könnte.

Die Süddeutsche Zeitung berichtet darüber, dass vor allem der Status als Privatfahrzeug nachwievor ein Problem bei Uber darstellt. In Deutschland wird dies dadurch umgangen, dass ohnehin nur mit professionellen Fahrerinnen und Fahrern gearbeitet wird und es sich um einen gewerblichen Personentransport handelt. Die Versicherung bei Uber entspricht der eines Taxis.

In anderen Staaten existiert dieser Pflichtstatus als „Taxi“ nicht und damit besteht auch erst einmal keine Versicherung. Im Vorfeld des Börsengangs von Uber (und dem des Mitbewerbers Lyft) mussten nun jedoch Details veröffentlicht werden, wie dieses Problem gelöst wird. Uber schreibt hierzu in einem Prospekt:

Unser Geschäftsmodell hängt in wesentlichen Teilen von der Versicherung für unsere Fahrer und von anderen Arten der Versicherung für zusätzliche Risiken im Zusammenhang mit unseren Geschäft ab

Das Problem besteht darin, dass die Fahrzeuge zwar ohnehin versichert sind, nicht aber die Personenbeförderung bzw. die mitfahrenden Personen. In den USA arbeiten Uber und Co. daher bereits mit Versicherungsgesellschaften zusammen und sorgen zudem dafür, dass die Fahrerinnen und Fahrer versichert sind. In Deutschland geht das sogar so weit, dass sowohl eine Unfallpolice als auch eine Absicherung bei Schwangerschaft von Fahrerinnen oder Partnerinnen von Fahrern besteht.

Spannend ist in diesem Kontext die Frage, ob Uber nicht mittelfristig selber in den Versicherungsmarkt einsteigt, was seitens des Unternehmens allerdings stets verneint wird.

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