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TV-Doku: ZDF übt harsche Kritik an Lebensversicherungen

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Das Problem ist wohlbekannt und wird in manchen Medien immer wieder genüsslich ausgeschlachtet. Manche Lebensversicherungen geben Versprechungen, die nicht annähernd zu halten sind und sorgen – im schlimmsten Fall – für den Ruin der Versicherten. Die TV-Sendung „ZDF Zoom“ hat hierzu eine viel beachtete Dokumentation gezeigt.

In der ZDF Mediathek lässt sich „Die Lebensversicherungsfalle“ noch einmal ansehen und auch die „Bild“ greift das Thema auf und spricht von „abzocken„, während in der TV-Sendung von „legalem Betrug“ die Rede ist. Tatsache ist, dass bei manchen Versicherungen nur noch runde 50 Prozent der bei Vertragsabschluss prognostizierten Summe ausgezahlt werden.

Die Problematik besteht vor allem in Lebensversicherungen, mit denen der Kauf von Immobilien abgesichert werden sollte. Neben der Zahlung der Zinsen fließt die Tilgung in diesem Modell in eine Lebensversicherung und wird bei Ablauf des Darlehens theoretisch auf einen Schlag geleistet. Infolge des sinkenden Zinsen ist dies allerdings nicht mehr möglich wie auch der Versicherungsverband GdV mitteilt.

Ob daran allein die Versicherungsgesellschaften schuld sind, steht auf einem anderen Blatt. Fakt ist, dass eine Beispielrechnung auf den zum Zeitpunkt ihrer Erstellung geltenden Bedingungen resultiert. Dass sich diese – wie im Fall anhaltend fallender Zinsen – -ändern können, dürfte eigentlich jedem klar sein.

Natürlich existieren Fälle von Beratung, in denen sich vor allem Bankangestellte nicht gerade rühmlich verhalten haben, doch ob man hier von flächendeckendem Betrug sprechen kann, ist fraglich.

Pikant ist allerdings, dass ein Teil der nicht mehr fließenden Zahlungen laut Bild in die Reserven der Versicherungen geflossen ist. Das hierfür verantwortliche Lebensversicherungs-Reformgesetz stammt jedoch im Wortlaut weitgehend vom GdV. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt …

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