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Trotz Maßnahmen durch Kassen und PKV: immer wenige Hausärzte

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Es gibt einige Bereiche, in denen arbeiten die Privaten Krankenversicherer (PKV) und die gesetzlichen Kassen einträchtig zusammen. Vor allem, wenn es um die Erhöhung der Zahl der Hausärzte geht, bestehen gemeinsame Interessen, die auch von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem der Deutschen Krankenhausgesellschaft in Abstimmung mit der Bundesärztekammer getragen werden.

Wie es in einem Artikel bei Widge heißt, reichen die Bemühungen aber offensichtlich noch nicht aus. Die Zielsetzung bestand darin, mindestens 5.000 Weiterbildungsstellen für Allgemeinmediziner zu schaffen. Und das jährlich.

Gemeinsam mit einigen Bundesländern wurde die Zahl der Allgemeinärzte zwischen 2010 und 2012 immerhin um knappe 20 Prozent zu. Neu anerkannt werden allerdings lediglich 1.400 Hausärzte jährlich. Bedenkt man, dass bundesweit durchschnittlich 2.600 Mediziner aus diesem Bereich in den Ruhestand gehen, so ergibt sich ein deutlicher Mangel. Dr. med. Jörg Bätzing-Feigenbaum, der Leiter des Versorgungsatlas sieht bereits ein Scheitern in der Deckung des einfachen Ersatzbedarf, geschweigen denn eine positive Weiterentwicklung.

Ein weiteres Problem liegt in veränderten Arbeitszeiten und dem demographischen Wandel, wodurch der Bedarf noch weiter ansteigt. Gibt man in einer Suchmaschine „Hausärzte gesucht“ ein, so wimmelt es nur so an Angeboten. Auch die großen Zeitungen und Zeitschriften haben das Thema vor Kurzem aufgegriffen und sehen (laut „Stern„), die ungünstige Honorarverteilung zugunsten der Fachärzte als eines der Probleme.

Wohlgemerkt: mit ungünstig sind in diesem Fall durchschnittlich 138.000 Euro pro Jahr an Verdienst gemeint (2011), die 193.000 Euro eines Orthopäden und 229.000 Euro eines Augenarztes gegenüber standen. Kein Wunder, dass 2013 nur noch zehn Prozent der Studienabsolventen Hausarzt werden wollte.

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