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Trend: W&I-Versicherungen auf dem Vormarsch

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Vor einigen Jahren waren Warranty-&-Indemnity-Versicherungen bzw. W&I-Versicherungen weder in Europa noch in Deutschland bekannt. Das ändert sich derzeit gewaltig, wenngleich noch nicht von einem Massenmarkt gesprochen werden kann. Ob diese jemals der Fall sein wird, ist angesichts der doch übersichtlichen Menge an Firmenfusionen oder -übernahmen ohnehin zu bezweifeln.

Das „Handelsblatt“ wirft einen Blick auf die Versicherungsform, mit der unbekannte Risiken bei einer Firmenübername abgesichert werden. Hierbei handelt es sich beispielsweise um die Richtigkeit der vorgelegten Bilanzen, um das Vorhandensein von Patent- und Markenrechten oder auch um ggf. erforderliche staatliche Genehmigungen.

Versichert wird auf Wunsch sowohl der Verkäufer als auch der Käufer, der im Fall der Fälle eine Entschädigung (Indemnity) erhält. Wohlgemerkt: es lassen sich natürlich nur die Risiken versichern, die nicht durch die Due-Diligence-Prüfung aufgedeckt wurden oder die bereits bekannt waren. Ebenfalls nicht versicherbar sind Umweltrisiken und sowieso keine Umsatzziele.

Folgt man der „European M&A Study 2018“, so kommen bei 14 Prozent der Transaktionen innerhalb Europas W&I-Versicherungen zum Tragen. Beträgt der Kaufpreis für ein Unternehmen mehr als 100 Millionen Euro wächst der Anteil bereits auf 35 Prozent. Es ist allerdings eine enorme Dynamik festzustellen: einer US-Studie zufolge, wuchs die Zahl der Versicherungsabschlüsse in Europa von acht Prozent im Jahr 2015 auf 22 Prozent im Jahr 2017.

Kennzeichnend ist zudem, dass es bei rund 20 Prozent der abgeschlossenen Policen zu einem Schadensfall und einer Schadensabwicklung kommt. Es geht dabei vor allem um „fehlerhafte Bilanzen, Steuernachzahlungen, Complianceverstöße und Probleme bei Patent- und Markenrechten.“

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