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Trend? Reale Versicherung für virtuelle Gegenstände

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Es wirkt auf den ersten Blick wie eine Meldung aus einem Science-Fiction- Roman. Der Schweizer Versicherungskonzern Baloise möchte fortan auch virtuelle Gegenstände aus Videospielen mit einer Versicherung abdecken. Wohlgemerkt: die Versicherung wäre dann real und müsste auch mit realem Geld bezahlt werden.

Bei näherem Hinsehen offenbart sich, dass die Videospiel-Versicherung in manchen Konstellationen durchaus Sinn machen kann. Die Süddeutsche Zeitung greift das Thema auf und weist darauf hin, dass sich mit Videospielen längst eine Menge Geld verdienen lässt. So existiert im Online-Game Entropia eine Diskothek, in der der Besitzer reales Geld verdient und deren Wert auf rund 600.000 Euro geschätzt wird.

Das mag nicht ganz dem Wert einer realen Diskothek entsprechen, lohnt aber dennoch eine Versicherung. Abgesichert werden sollen sowohl Diebstahl als auch Hackerangriffe. Abgesicherte sind nicht nur die hinterlegten Kreditkartendaten (real), sondern auch virtuelles Geld sowie virtuelle Wertgegenstände. Diese können im Spiel eine enorme Bedeutung erlangen und letztlich für die realen Gewinne verantwortlich sein, weshalb eine Versicherung durchaus Sinn machen kann.

Ein weiteres Beispiel betrifft die Trendsportart E-Sports. Profis im virtuellen Fußball und Co. verdienen mittlerweile bis zu einer Million Euro an Preisgelder. Und das Jahr für Jahr. Längst existieren auch Ableger der realen Fußballvereine wie dem VfL Wolfsburg oder Schalke 04, die auf dem Gaming-Markt mit seinem Gesamtvolumen in Höhe von jährlich 75 Milliarden Euro mitmischen.

Natürlich soll neben Policen für die virtuellen Gegenstände auch die Hardware versichert werden können. Man darf jedoch vor allem hinsichtlich der virtuellen Absicherung gespannt sein, wie sich der Nachweis eines Diebstahls und dessen Auswirkungen stichhaltig beweisen lassen….

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