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Trend: Japanische Versicherung lässt Roboter in die Schadensregulierung

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Auf den ersten Blick wirkt die Meldung skurril, könnte jedoch einen neuen Trend im Versicherungsbereich vorwegnehmen. Die Rede ist von der Schadensregulierung durch eine künstliche Intelligenz bzw. einen Computer.

Laut einem Bericht bei Golem hat sich die japanische Fukoku Mutual Life Insurance dazu entschlossen, einen IBM Watson mit der Prüfung von Auszahlungen zu betrauen. Der Supercomputer soll gleich mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ersetzen.

Einerseits soll der Rechner die Dokumente der behandelnden Ärzte oder Krankenhäuser auswerten und sowohl die Summen als auch die Dauer der Aufenthalte bzw. die Art der Behandlung überprüfen. Darüber hinaus sollen anhand der bestehenden Versicherungspolice etwaige Beschränkungen in der Auszahlung überprüft werden.

Im Jahr 2015 existierten 132.000 Fälle, in denen entsprechende Überprüfungen vonnöten waren. Hierfür hat das Unternehmen mit 130 Angestellten gearbeitet, wovon bis zum März dieses Jahres ein Viertel wegfallen sollen. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt arbeitet ein IBM Watson in der Stimmanalyse von Kundenbeschwerden.

Warum mit dem Computer gearbeitet wird? Natürlich, um Geld zu sparen. Die Technik kostet einmalig umgerechnet 1,6 Millionen Euro, zu denen Betriebskosten in Höhe von 120.000 Euro kommen. Auf der anderen Seite werden durch die gestrichenen Stellen Jahr für Jahr 1,1 Millionen Euro eingespart, womit es sich eindeutig um eine rationale Entscheidung handelt.

Ob das Beispiel auch hierzulande Schule machen könnte, sei dahingestellt. In Japan scheint es derzeit noch keine Proteste gegen die Verdrängung von Menschen durch Maschinen zu geben.

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