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Trend: Arbeitslosenversicherung für Selbstständige zunehmend unattraktiv

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Um das Risiko einer Arbeitslosigkeit zu versichern, existieren eine Reihe von Möglichkeiten. Die klassische Arbeitslosenversicherung zählt für Freiberufler und Selbstständige offensichtlich immer weniger dazu. Zwischen 2013 und 2017 sank die Zahl der freiwillig Versicherten von 145.000 auf nur noch 81.000.

So waren es im Jahr 2017 weniger als 10.000 Existenzgründer, die eine Arbeitslosenversicherung abschlossen. Verwunderlich ist dies in meinen Augen nicht, denn schließlich wird der Beitrag pauschal berechnet und hängt nicht mit späteren Arbeitslosengeld zusammen.

Konkret fallen in Ostdeutschland runde 80 Euro im Monat, in Westdeutschland rund 90 Euro an. Das Arbeitslosengeld berechnet sich anhand dem Lohn der letzten Festanstellung sowie dem Bildungsabschluss oder nach dem früheren Gehalt, sofern zwei Jahre vor Eintreten der Arbeitslosigkeit für mindestens 150 Tage sozialversicherungspflichtig gearbeitet wurde.

Selbstständige müssen hier mit einem fiktiven Gehalt vorlieb nehmen, das sich anhand von vier Qualifikationsstufen errechnet. Diese sind Hoch-/Fachhochschulabschluss, Fachschulabschluss oder Meistertitel, abgeschlossene Berufsausbildung und keine Ausbildung. Nach rund zwei Jahren verlässt rund die Hälfte der Selbstständigen die Versicherung wieder, was unterschiedliche Gründe haben dürfte.

Die Zahlen stammen vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und wurden in Form einer Pressemitteilung herausgegeben.

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