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TK-Vorsitzender sieht PKV als Auslaufmodell

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Abgesang, Folge X. Nachdem bereits im Kontext der letzten Bundestagswahlen ein Ende der Privaten Krankenversicherung (PKV) gefordert wurde, geht es nun munter weiter. Aktuell sieht Jens Baas, Vorsitzender der Techniker Krankenkasse (TK) noch maximal 30 Jahre im dualen System.

Bei ZM-Online wird der Spitzenfunktionär zitiert und möchte Privatversicherte jederzeit eine Tür ins gesetzliche System offenhalten. Darüber hinaus meint Baas, dass die PKV ohne Beamte lediglich fünf Prozent der deutschen Bevölkerung abbildet.

Hintergrund des Vorstoßes ist die geforderte Änderung des ärztlichen Vergütungssystems. Die Orientierung an Pauschalen, wie sie in den gesetzlichen Krankenversicherungen praktiziert wird, erscheint mehr und mehr problematisch. Dass die PKV hier andere – und durchaus erfolgreichere – Wege geht, wird indes verschwiegen.

Baas möchte vielmehr einen Aufnahmestopp in der PKV und das System auf diese Weise langsam abbauen. Die Altersrückstellungen, die die Löcher in den gesetzlichen Krankenkasse stopfen sollen, sollen in einen Fonds und dann als eine Art Rente an die gesetzliche Krankenversicherung fließen.

Inwieweit der Vorst0ß realistisch ist, muss sich zeigen. Die Frage nach der Gerechtigkeit stellt sich aber ebenfalls. Wieso soll ein funktionierendes System verändert werden, nur weil die gesetzlichen Krankenkassen Reformbedarf anmelden? Und wieso soll die Finanzierung dieser Reformen letztlich durch eine Art Enteignung erfolgen? Fragen, die in der Diskussion um den Fortbestand der PKV sicher gestellt werden müssen.

Ob die Prognose von nur noch 30 Jahren PKV- Lebensdauer aber zu halten ist, darf getrost bezweifelt werden….

 

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