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Tipp: vor PKV -Antrag Patientenakte anfordern

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Das Thema Private Krankenversicherung (PKV) und vermeintlich verschwiegene Vorerkrankungen wird immer wieder diskutiert. Tatsache ist, dass selbst kleinste Wehwehchen vor Vertragsabschluss gemeldet werden sollten, da sonst eine Kündigung oder Anfechtung des Vertrags drohen.

Als Beispiele gelten sowohl Bluthochdruck als auch Heuschnupfen, die bei den Gesundheitsfragen gewissenhaft erwähnt werden sollten. Vielfach liegt das Problem bei einer Auseinandersetzung mit der PKV aber weniger in den falschen Angaben durch den Versicherten als in der Art und Weise, wie Ärzte ihre Patientenakten führen.

Entsprechend wird empfohlen, vor Abschluss einer Privaten Krankenversicherung (PKV) einen Blick in die Aufzeichnungen des Arztes zu werfen und im Fall der Fälle eine Korrektur zu verlagen. Vielfach ist es so, dass Ärzte aus einer leichten Verspannung des Nackens beispielsweise chronische Halswirbel-Probleme konstruieren oder ein bisschen Appetitlosigkeit wegen Liebeskummer in eine Depression umdeuten. Der Grund: auf diese Weise lassen sich höhere Kosten abrechnen, was sich jedoch für den Versicherten als Bumerang erweisen kann.

Im selben Kontext kann der Hausarzt durchaus auch beim Ausfüllen des Fragebogens mitwirken, womit die Richtigkeit der Angaben sichergestellt sein dürfte. Im Fall einer Anfechtung lohnt sich übrigens meist ein Rechtsstreit mit der PKV, denn nicht immer halten deren Einschätzungen auch vor Gericht stand.

Grundsätzlich gilt, dass versehentlich vergessene Angaben noch fünf Jahre nach Abschluss der PKV zu Problemen führen, während bewusst verschwiegene oder falsche Angaben sogar zehn Jahre nachwirken können.

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