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Tipp: Gebäudeversicherungen nach Hauskauf selber abschließen

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Wer eine Wohnung kauft, ist meist auf der sicheren Seite, denn seitens der Eigentümergemeinschaft wurde in nahezu allen Fällen bereits eine Gebäude- und Feuerversicherung abgeschlossen. Wird die Immobilie fremdfinanziert, sind es die Banken, die einen entsprechenden Nachweis verlangen und damit für Sicherheit sorgen. Bei einem Einfamilienhaus sieht dies jedoch anders aus.

So weist die Stiftung Warentest darauf hin, dass zwar meist die vorhandene Gebäudeversicherung des Verkäufers übernommen werden kann, dies jedoch keineswegs ein Selbstläufer ist. In einem konkreten Fall war es nach dem Kauf eines Hauses zum Sturmschaden gekommen und es existierte keine gültige Versicherung mehr.Seitens des Verkäufers besteht keinerlei Verpflichtung, sich um dieses Thema zu kümmern und auch eine Kündigung muss nicht mitgeteilt werden. Dies bestätigt auch das Ober­landes­gericht Hamm (Az. 22 U 104/18) und spricht sich damit klar gegen eine Pflicht der Weiterführung der Versicherung im Interesse des Erwerbers. Dieser müsse sich vielmehr aktiv darum kümmern und ggf. einen anderen Versicherungsschutz organisieren.

Einer der Gründe für dieses Urteil liegt auch darin, dass der Verkäufer die Beiträge zahlen würde, was nicht zuzumuten ist, da ihm das betreffende Objekt ja nicht mehr gehört.

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