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Thomas Cook: Versicherung reicht nicht für volle Rückerstattung

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Wer eine Reise beim mittlerweile insolventen Reiseveranstalter Thomas Cook gebucht hat, bekommt wahrscheinlich nicht den vollen Kaufpreis zurückerstattet. Der Grund liegt im nicht ausreichenden Versicherungsschutz und einer Versicherungssumme von „nur“ 110 Millionen Euro.

Wie Idowa.de schreibt, hat der Versicherungspartner Zurich bereits bekannt gegeben, dass die Höhe der Versicherungssumme für die anstehenden Entschädigungen bzw. Erstattungen „bei weitem nicht reicht„, wie es ein Sprecher formuliert. Betroffen sind auch die Reisen, die lediglich gebucht waren und noch nicht angetreten wurden: die Anzahlung oder Zahlung des vollen Kaufpreises ist – salopp formuliert — futsch.Die Abrechnung erfolgt, indem die Ersatzansprüche der Versicherungssumme gegenübergestellt und quotiert wird. Anders formuliert, erhalten alle Geschädigten denselben Anteil, d.h., wenn der Versicherungsschutz nur für ein Bedienen der Hälfte der Ansprüche ausreicht, erhalten die Reisenden bzw. Nicht-Reisenden auch nur jeweils die Hälfte. Selbiges gilt auch dann, wenn Doppelzahlungen geleistet wurden oder eine Reise während ihres Verlaufs abgebrochen wurde.

Die Reihenfolge sieht vor, dass zunächst die Hotelrechnungen für Pauschalurlauber sowie deren Rückflüge gezahlt werden. Anders formuliert, haben diejenigen einen Vorteil, die bereits unterwegs waren. Betroffen sind rund 140.000 Personen, wobei bis September 2020 Buchungen von rund 660.000 Urlaubern vorliegen.

Diejenigen, die nun Sorge vor einer Buchung einer Pauschalreise haben, können immer auch eine Reiseinsolvenzversicherung abschließen, die im Fall der Fälle in die Bresche springt. Es ist jedoch so, dass Insolvenzen von Reiseveranstalter nicht unbedingt an der Tagesordnung sind.

 

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