Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

Test: das bringen situative Mini-Versicherungen

| Keine Kommentare

Es sind Versicherungen, die sich „mal eben“ und spontan abschließen lassen. Die Rede ist von situativen, so genannten Mini-Versicherungen. Die Zeitschrift „Finanztest“ hat sich dieser Versicherungsform nun in Form eines Testes angenommen und spricht explizit von einer „trügerischen Sicherheit„.

Aufgegriffen wird das Thema unter anderem von den Eichsfelder Nachrichten, die als Beispiel sowohl Ski-Urlaub als auch das bunte und teilweise wilde Treiben rund um Karneval nennt. Ebenfalls ein „Klassiker“ unter den situativen Versicherungen ist die so genannte „Smombie-Versicherung“.

„Smombie“ ist ein vermeintliches Jugendwort, das eine Person bezeichnet, die auf ein Smartphone schaut und aufgrund dessen nicht die Außenwelt bemerkt. Bei Stolpern auf einer Rolltreppe oder gar einem Autounfall springt die entsprechende Police ein, wobei es sich um nicht mehr und nicht weniger als eine stark eingeschränkte Unfallversicherung handelt. Versicherungsexperten weisen jedoch explizit darauf hin, dass der Schutz nicht ausreicht und die Versicherungssumme viel zu niedrig angesetzt ist.

Eine weitere Problematik neben der oftmals bei Mini-Versicherung anzutreffenden reduzierten Schadenssumme, sind die Versicherungsbedingungen. Im Kleingedruckten finden sich vielfach Hinweise, die den Versicherungsschutz stark einschränken. Ein Beispiel stellt die Versicherung gegen ein im Urlaub entwendetes Mobiltelefon aus einem Bus dar. Der Diebstahl ist nur dann versichert, wenn der Bus bewacht war, was wohl nur in den seltensten Fällen vorkommt.

Fazit: wer die relevanten Versicherungen abgeschlossen hat, braucht diese so gut wie nie durch eine Mini-Versicherung zu ergänzen.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.