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Südkorea: erste Versicherung für Kryptobörsen vor dem Start

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Kryptobörsen sind auf dem Vormarsch, bieten jedoch einige Risiken. In Südkorea möchte die Versicherung „Hanwha Insurance“ nun erstmals eine Absicherung der Börse bieten. Die Besonderheit besteht darin, dass eben nicht nur die einzelnen Benutzer und deren Passwörter, sondern die komplette Börse Versicherungsschutz genießt.

Das BTC-Echo erklärt das Modell und schreibt darüber, dass bereits Verhandlungen mit den einzelnen Kryptobörsen in Gang gesetzt wurden. Die Notwendigkeit liegt auf der Hand, denn allein im laufenden Jahr entstanden bereits Verluste in Höhe von 1,73 Milliarden US-Dollar allein durch den Angriff von Hackern bzw. Cyber-Attacken.

Ein einzelner Hack erleichterte die Kryptobörse Bithumb um 30 Millionen US-Dollar und führte dazu, dass Konten eingefroren werden mussten und die Börse für mehr als einen Monat ihre (virtuellen) Pforten schließen musste. Entschädigungen sind zwar vorgesehen, kosten jedoch Geld. Hinzu kommt, dass Bithumb bereits Ende 2017 Opfer eines erfolgreichen Hackerangriffs wurde und seinerzeit 82 Millionen US-Dollar verloren gingen.

Die neue Versicherung lässt sich durchaus als mutiger Schritt bezeichnen. Noch Ende Juni wurde seitens der koreanischen Versicherungswirtschaft darüber gesprochen, dass man dem Sektor bislang nicht traut und eine entsprechenden Produkte auf den Markt bringen wird.

Interessant dürfte die Frage nach internationalem Schutz und der rechtlichen Grundlage der neuen Versicherungen sein. Kryptobörsen sind schließlich nicht allein in Südkorea beheimatet, sondern ein globales Phänomen. Man darf gespannt sein, ob und wann sich auch große Anbieter wie Binance, Bittrex oder Bitfinex versichern lassen.

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