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Sturmschäden: ist das Fällen von Bäumen integriert oder nicht?

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Die schweren Stürme über Norddeutschland sind nun schon eine Weile her und nach und nach werden die letzten Schäden beseitigt. In den meisten Fällen ist die Schadensregulierung klar geregelt, doch an der Frage, ob auch das Fällen von Bäumen enthalten sind, scheiden sich die Geister.

Bei n-tv wird das Thema aufgearbeitet und dabei auf ein Urteil des Amtsgerichts München Bezug genommen. Unter dem Az.: 155 C 510/17 ging es um die Frage, ob ein in Schieflage geratener Baum mit gelockertem Wurzelballen bereits als Sturmschaden anzusehen ist oder nicht. Seitens der Richter wurde der Versicherung Recht gegeben, denn weder war der Baum bereits umgestürzt, noch wurden Schäden an einem der umliegenden Gebäude verursacht.

Mit anderen Worten handelte es sich beim Einholen einer Fällgenehmigung und dem Abholzen des Baumes eher um eine präventive Maßnahme. Auch diese sind in manchen Policen enthalten, sofern es sich um Maßnahmen zur Abwendung eines unmittelbar drohenden Schadens handelt. Auch diese Argumentation erwies sich jedoch nicht als erfolgreich, weil der Baum bereits zwei Monate in Schieflage stand und daher kein Umsturz mehr zu erwarten gewesen wäre.

Grundsätzlich kommt es auch bei Sturmschäden auf die exakten Formulierungen in den Versicherungsbedingungen. Mit anderen Worten existieren auch Möglichkeiten, entsprechende Maßnahmen abzusichern, doch sollte dies explizit vorgesehen sein.

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