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Studie zu Lebensversicherung: Run-Off lohnt sich offenbar

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Dass mehr und mehr Lebensversicherer ihr Geschäft beenden bzw. in so genannte Run-Off-Plattformen übertragen, ist bekannt. Diese Praxis scheint sich aber auch zu lohnen und ist keineswegs als „Verzweiflungstat“ angesichts schwindender Erträge anzusehen. Zu diesem Ergebnis kommt die Ratingagentur Assekurata in ihrer neuen Studie „Run-off in der Lebensversicherung 2020“.

Wie Cash Online berichtet, befinden sich aktuell sieben Lebensversicherer im Run-Off. Das Prämienvolumen liegt bei 3,9 Milliarden Euro, was einem Marktanteil in Höhe von vier Prozent entspricht. Konkret geht es um die ehemaligen Lebensversicherungen von ARAG, Basler Leben, Generali und viele andere namhafte Unternehmen deren Bestände in die Viridium-Gruppe, Frankfurter-Leben-Gruppe und Athora-Gruppe ausgelagert wurden. Interessanterweise ergibt die Studie, dass die Rohüberschussquote der Run-Off-Versicherungen gegenüber dem Lebensversicherungsmarkt deutlich höher liegen. Bis ins Jahr 2016 war dies noch nicht der Fall, doch mittlerweile rennen die Run-Offs dem Markt  — um es mit einem Wortspiel zu sagen — sprichwörtlich davon. Die Rohüberschussquote liegt bei 33,6 Prozent gegenüber knappen zwölf Prozent, die durchschnittlich im Markt erwirtschaftet werden.

Warum das so ist? Diese Antwort bleibt auch Assekurata schuldig und verweist unter anderem auf Sonder- oder Einmaleffekte wie die „Auflösung einer Steuerrückstellung oder die außerordentliche Realisierung von stillen Reserven in der Kapitalanlage„. Ob dies allein als Begründung ausreicht, ist aber ebenso unklar wie die Beantwortung der Frage, wem der unternehmerische Erfolg zugute kommt: den Unternehmen oder den Versicherten.

 

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