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Studie: Versicherungen setzen selten auf Klimaschutz

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Das Thema Klimaschutz ist und bleibt von enormer Relevanz – auch für die Versicherungsbranche. Es geht dabei nicht nur um die Schadensregulierung nach Naturkatastrophen, sondern auch um das eigene Investitionsverhalten. Vor der UN-Klimakonferenz gelobte unter anderem die Allianz die Integration des Klimaschutzes in ihr Geschäft. Ein Vorreiter? Nicht ganz, denn eine Studie zeigt, dass der Rückzug bislang nicht erfolgte.

Wie die Zeit berichtet, geht es vor allem um die als umweltschädlich geltenden Kohlekraftwerke in Polen. Diese werden in hohem Maße von deutschen Versicherern finanziert oder: „Deutsche Versicherungen sind maßgeblich am Kohlesektor in Polen beteiligt„, um den Wortlaut der Studie zu zitieren. So existieren neun Verträge zwischen der Allianz und polnischen Kohlefirmen.

Die Ergo Hestia, die zur Münchner Rück gehört, zählt sogar zwölf laufende Verträge und folgt man der Studie, so belasten beide Versicherer durch ihre Geschäfte massiv die Klimabilanz der EU. Die Allianz verweist auf langlaufende Kontrakte und die Komplexität des Versicherungsgeschäfts, scheint sich der Problematik jedoch bewusst zu sein, während die Ergo Hestia keinen Kommentar abgab.

Die Verfasser der Studie halten dem aber entgegen, dass auch der Bau neuer großer Kohlekraftwerke wie das in Opole an der polnisch-tschechischen Grenze von den beiden deutschen Firmen versichert wird.

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