Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

Studie: PKV- Versicherte auf dem Land stärken medizinische Versorgung

| Keine Kommentare

Eine Studie räumt mit einem gerne bemühten Vorurteil auf. So scheint es keineswegs in der Verantwortung des dualen Versicherungssystems und damit der PKV -Versicherten zu liegen, dass die medizinische Versorgung auf dem Land teilweise lückenhaft ist. Es ist vielmehr so, dass Privatpatienten auch auf dem Land zum Fortbestand von Arztpraxen beitragen.

ZM Online präsentiert die Ergebnisse des Regionalatlas der PKV und zitiert dabei Florian Reuther, den Direktor des Verbands der Privaten Krankenversicherung (PKV) mit den Worten: „Die Regionaldaten widerlegen die These, dass sich Ärzte angeblich seltener in ländlichen Regionen niederlassen, weil es dort weniger Privatversicherte gibt“.Es ist davon auszugehen, dass die Zahlen für Bayern keine Ausreißer sind, sondern sich auf das gesamte Bundesgebiet anwenden lassen. Fakt ist zudem, dass in dem südlichen Bundesland mit 12,7 Prozent ein überdurchschnittlich hoher Anteil an Privatversicherten lebt (10,6 Prozent Bundesdurchschnitt) und diese zu einem Mehrumsatz in den ländlichen Arztpraxen in Höhe von durchschnittlich 65.000 Euro jährlich führen. In den großen Städten sind es hingegen „nur“ 53.000 Euro.

Vor allem die so genannten Realwerte, bei denen das allgemeine Preisniveau in Stadt und Land einbezogen wird, unterstreichen die Bedeutung der PKV für die ländlichen Regionen. Gezeigt wird, dass durch die Einführung eines einheitlichen Versicherungssystems im Sinne einer Bürgerversicherung keineswegs eine bessere Versorgung auf dem Land erreicht würde, sondern vielmehr Anreize für die Niederlassung wegfielen.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.