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Studie: PKV gibt zweieinhalb mal mehr für Heilmittel aus als die Gesetzlichen

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Die Privaten Krankenversicherungen (PKV) geben im Schnitt zweieinhalb mal soviel für Heilmittel wie Physiotherapie, Ergotherapie etc. aus, als die gesetzlichen Krankenkassen. Dies ergab eine Studie des Wissenschaftlichen Instituts der privaten Krankenversicherer (WIP).

In der Ärzte Zeitung werden die Ausgaben miteinander verglichen und sogar von einem „Geldsegen der Privatpatienten“ ist die Rede. In der Tat scheint die enge Budgetierung der Ausgaben für Heilmittel in der gesetzlichen Krankenversicherung erste Auswirkungen zu zeigen. Kurz gesagt, fällt die Versorgung für Kassenpatienten deutlich bescheidener aus.

Die Heilmittelerbringer erhalten nach der Untersuchung pro Praxis einen Mehrumsatz in Höhe von 13.300 Euro. Hierbei handelt es sich allerdings um einen rein rechnerischen Wert, bei denen nicht genau klar ist, in welcher Höhe die Kosten tatsächlich von der PKV übernommen werden.

Fakt ist allerdings, dass aufgrund der Heilmittelverordnung deutlich Unterschiede zwischen den gesetzlichen und den privaten Krankenversicherern zutage treten. Konkret ist die Reglementierung in der GKV deutlich größer und die Leistungen werden schlichtweg „rationiert„. Die PKV hingegen, setzt auf eine umfangreichere Versorgung, was sich auch in den Kosten von 1,6 Milliarden Euro für rund zehn Prozent der Bevölkerung gegenüber 5,6 Milliarden Euro für die 90 Prozent der gesetzlich Versicherten widerspiegelt.

Die Studie zeigt auch, dass die Ausgaben der PKV in jeder Altersgruppe höher sind als bei den Gesetzlichen. Besonders drastisch wird die Differenz dann im Alter.

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