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Studie: Patienten legen selten Wert auf ärztliche Zweitmeinung

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Eine interessante Studie der Siemens Betriebskrankenkasse SBK lässt sich gleichermaßen auf Versicherte in der Privaten Krankenversicherung (PKV) anwenden. Es geht dabei um die Tendenz, auf eine ärztliche Zweitmeinung zu verzichten.

Wie es bei Widge heißt, ist zwar 86 Prozent der Deutschen die Möglichkeit einer Zweitmeinung bekannt, doch wird diese lediglich von rund der Hälfte der Patienten genutzt. Die Studie lässt in diesem Punkt jedoch leider offen, um welche Diagnosen und Krankheitsbilder es sich handelt. Mit anderen Worten: bei einer einfachen Erkältung oder einem grippalen Infekt dürfte leicht auf eine zweite ärztliche Meinung verzichtet werden.

Nichtsdestotrotz meinen die Verfasser, dass viele Ärzte noch immer den Status eines „Halbgotts in Weiß“ innehaben. Die Folge: Diagnosen werden zu oft unhinterfragt akzeptiert. Ein weiterer Aspekt besteht in der vermeintlichen Loyalität gegenüber seinem Arzt. Wer einen anderen Mediziner konsultiert, untergräbt damit scheinbar dessen Autorität und begeht geradezu einen „Verrat“.

Zuletzt können immer auch Angst vor einer weiteren negativen Prognose oder Zeitmangel als Grund für den Verzicht gelten. Es ist jedoch so, dass gerade bei schwereren Erkrankungen immer mit mehreren Ärzten gesprochen werden sollten. Es lassen sich so nicht nur erhebliche Kosten für die PKV (und ggf. den eigenen Geldbeutel) vermeiden, sondern auch zu einem besseren Behandlungsergebnis gelangen.

 

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