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Studie: Patienten in der PKV erhalten mehr neue Medikamente

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Folgt man einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts der PKV, so erhalten Privatversicherte deutlich mehr und schneller Zugang zu neuen Medikamenten als Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen. Die Kosten für die Arzneimittel sind jedoch auch höher.

Das Versicherungsjournal greift das Thema auf und berichtet über die Studie, bei der die Daten von 18 PKV – Anbietern mit einem Marktanteil von 91,1 Prozent der Versicherten analysiert wurden. Diese stammen aus dem Jahr 2016 und wurden auf 100 Prozent hochgerechnet.

Eines der Ergebnisse, das vor wenigen Tagen in Berlin präsentiert wurde, besagt, dass allein 2016 ein Mehrumsatz in Höhe von 835 Millionen Euro im Gesundheitssystem durch PKV-Versicherte generiert wurde. Einer der Gründe für die höheren Preise liegt in den meist fehlenden Rabatten bzw. Rabattverträgen zwischen der Pharmaindustrie und den PKV. Zudem sind die Regularien in GKV und PKV deutlich unterschiedlich.

Der oben erwähnte Mehrumsatz entspricht dem Wert, den PKV Versicherte einbringen würden, wären sie gesetzlich versichert und sorgt vor allem dafür, dass pharmazeutische Innovationen finanziert und weiter erforscht werden können. Anders formuliert, trägt die PKV mit ihrer Verschreibungspolitik auch zur allgemeinen Gesundheit bei.

PKV- Versicherte erhalten neue Medikamente auch deshalb früher, weil nicht das Amnog-Verfahren (Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz) der GKV angewendet wird. Dieses besteht aus einer Zusatznutzenbewertung und der Preisverhandlung und zieht sich über rund ein Jahr.

Die Innovationsfreude der PKV lässt sich auch anders ausdrücken. Elf Prozent der Krankenversicherten in Deutschland sind bei einer PKV, der durchschnittliche Marktanteil bei neuen Medikamenten betrug jedoch allein 2014 33,1 Prozent und verringerte sich nach Freigabe durch die GKV auf 14,1 Prozent bzw. 15,6 Prozent.

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