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Studie: Lebensversicherung schwer zu kalkulieren

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In früheren Jahren galt die Lebensversicherung als Inbegriff von Solidität und Sicherheit. Aufgrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus ist es mittlerweile so, dass die Tarife kaum noch kalkulierbar sind. Wohlgemerkt: die Rede ist von Neuabschlüssen, da Altverträge bekanntlich noch mit soliden Garantiezinsen aufwarten.

Die Frankfurter Allgemeine hat sich die Komplexität der Problematik genauer angesehen und richtet den Fokus insbesondere auf die zahlreichen neuen Produkte und Innovationen, die derzeit auf den Markt kommen.

Das Hauptproblem besteht darin, dass kaum noch Vergleichbarkeit gegeben ist. Das hat damit zu tun, dass die Garantiezinsen von derzeit 0,9 Prozent kein Verkaufsargument mehr sind und daher alternative Modelle gefragt sind. Indexpolicen schneiden im Rating von Assekurata noch ganz gut ab und brachten es auf eine jährliche Rendite in Höhe von 2,92 Prozent, während die klassischen Rentenversicherungen nur noch bei 2,61 Prozent landen.

Fakt ist aber auch, dass die Verwaltungskosten bei den Indexpolicen höher liegen und hier ein Minimalwert in Höhe von 0,93 Prozent mindestens 0,21 Prozent bei den klassischen Modellen gegenüber stehen. Im Schnitt wird die Rendite bei den Indexpolicen um 1,18 Prozent gemindert, bei der klassischen Lebensversicherung jedoch „nur“ um 0,79 Prozent.

Daraus lässt sich jedoch nach Expertenmeinung keine klare Empfehlung konstruieren, da weder die Zinsentwicklung noch die Entwicklung an den Aktien- und Rentenmärkten voraussehbar ist. Die daraus resultierende Intransparenz ist ebenso ein Problem der Branche wie die Zinszusatzreserve, die ungeachtet der niedrigen Zinsen Jahr für Jahr bereitstehen muss und sich bis ins Jahr 2025 vervierfacht haben könnte.

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