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Studie: Berufsunfähigkeitsversicherungen erkennen 70 Prozent der Fälle an

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Es sind zum Teil wahre Horrorgeschichten, die man sich über die Schadensregulierung in der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) erzählt. Im Rahmen einer Studie wird nun mit einer Reihe von Vorurteilen aufgeräumt. In 70 Prozent der Fälle haftet die BU und die nicht anerkannten Fälle sind keineswegs immer Ablehnungen.

Genaueres verrät der Versicherungsbote. Die Daten der Studie stammen vom renommierten Analysehaus Franke & Bornberg, das festgestellt hat, dass die in den Medien diskutierten Fälle lediglich auf ein Dutzend Situationen Bezug nehmen, während in demselben Zeitraum rund 80.000 BU-Leistungsfälle anstandslos reguliert wurden.

Auch bei den nicht anerkannten Fällen waren es meist die Antragsteller, die ihre Leistungsanmeldungen vorsorglich vorgenommen und dann nicht auf die Schadensregulierung durch die BU gesetzt hatten. Von einem „strategischen Ablehnungsmanagements durch Versicherer“ – wie behauptet, kann also nicht die Rede sein.

Ein wenig Kritik kam jedoch auch von den Erstellern der aktuellen Studie. So dauert die Schadensregulierung insbesondere bei Vorliegen psychischer Erkrankungen recht lange. Auch stehen nicht ausreichend qualifizierte Gutachter bereit und die Anzahl an Formularen überfordert viele BU- Versicherte. In diesen Fällen hilft jedoch ein kundiger Versicherungsberater, der schließlich auch (oder vor allem) für die Schadensregulierung da ist.

Unter dem Strich lässt sich aber ein positives Fazit ziehen, das sich auch darin zeigt, dass allein 2012 mehr als 250.000 Berufsunfähigkeitsrenten mit einem Gesamtvolumen von 1,7 Milliarden Euro ausgezahlt wurden.

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