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Studie: Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) oftmals intransparent

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Die Vertragsbedingungen in der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sind in nahezu allen Fällen mangelhaft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Beratungsunternehmens Premiumcircle und deckt sage und schreibe 139 inkonkrete Formulierungen auf.

Im Versicherungsjournal finden sich die Ergebnisse der Studie, bei der die zwölf größten Versicherer unter die Lupe genommen wurden. Abgedeckt werden damit 68 Prozent des Marktes.

Besonders bemerkenswert ist dabei, dass die Zahl von 139 unverbindlichen Formulierungen bei Mitzählen von Wiederholungen sogar auf 342 gesteigert wird. Entsprechend kommt es bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zu einem großen Teil auf das Geschick und die Seriösität eines Vermittlers an. Dieser ist im Fall der Fälle in der Lage, uneindeutige Passi zu erläutern und entsprechend Licht ins Dunkel zu bringen.

Im Rahmen der Studie wurde nicht nur die juristische Unverbindlichkeit der Formulierungen, sondern auch die mangelnde Verständlichkeit bemängelt. Konkrete Beispiele bieten Formulierungen wie „umfassende Untersuchungen“ oder Sätze à la „wie zuletzt ausgestaltet“, die sich auf verschiedenerlei Weise auslegen lassen.

Erstaunlich am Ergebnis der Studie ist der fehlende Vorwurf gegenüber den Versicherern. Offensichtlich besteht ein Dilemma zwischen Verständlichkeit und juristischer Verbindlichkeit, das von manchen BU -Anbietern bereits mit dem Aufsetzen von zwei getrennnten Vertragsbedingungen umgangen wurde. Ob dies allerdings eine Lösung des Problems ist, kann bezweifelt werden, denn sicher lassen sich dann auch Unterschiede zwischen den Versionen finden.

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