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Studie: Beiträge der PKV steigen nicht so schnell wie bei den Gesetzlichen

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Es ist eine Studie, die ein wenig für Furore sorgen dürfte. Die Beiträge der Privaten Krankenversicherungen (PKV) sind weder in der Vergangenheit stärker gestiegen als die der gesetzlichen Krankenkassen, noch werden sie dies in der Zukunft tun.

Ausgerechnet das sonst gerne PKV-kritische Handelsblatt schreibt über diese Erkenntnis, die der vielerorts betriebenen Panikmache ein Ende bereiten könnte. Basis ist ein internes Papier des Wissenschaftlichen Instituts der PKV, das seit 2009 eine jährliche Steigerung in Höhe von 2,8 Prozent bei der PKV sieht. In den gesetzlichen Krankenkassen waren es derweil 3,3 Prozent.

Dabei sind die Beiträge zu den privaten Krankenversicherungen geringer gestiegen, „obwohl die aktuelle Niedrigzinsphase höhere Beitragsanpassungen zur Finanzierung der Altersrückstellungen erfordert“ wie es in dem Papier heißt. Anders formuliert, könnte der Effekt in einer Phase höherer Zinsen noch geringer ausfallen bzw. die Differenz noch steigen.

Interessant ist vor diesem Hintergrund, dass SPD-Gesundheitsexperte Dr. Karl Lauterbach erst vor wenigen Tagen warnte, dass die PKV in wenigen Jahren verdoppelte Beiträge haben würde und die Linke von mehr und mehr Versicherten im Notlagentarif spricht, da diese ihre Beiträge nicht mehr zahlen könnten.

Dem steht nicht nur die derzeitige Entwicklung der Beiträge, sondern auch ein Blick auf die Ausgaben der PKV und GKV entgegen. Diese stiegen bei den gesetzlichen Krankenkassen im Schnitt um 3,5 Prozent, während die PKV nur 3,1 Prozent anheben musste. Dadurch, dass die PKV eine kapitalgedeckte Rücklage besitzt, kann auch der medizinisch-technische Fortschritt und die gesteigerte Lebenserwartung besser abgefangen werden.

 

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