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Studie: Abschaffung der PKV kostet zahlreiche Arbeitsplätze

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Ohne die Private Krankenversicherung (PKV) würden laut einer Studie zwischen 27.000 und 51.000 Jobs verloren gehen. Das zeigt eine Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, die damit indirekt den Wünschen von SPD, Grünen und Linke widerspricht.

Seitens der genannten Parteien soll eine Bürgerversicherung eingeführt werden und die PKV nach und nach vom Markt verschwinden. Wie n-tv vorrechnet, würde die Zahl der abgebauten Stellen ungefährt beim drei- bis sechsfachen Wert der von Kündigung bedrohten Belegschaft bei Kaiser’s und Tengelmann entsprechen.

Die Auswirkungen der Bürgerversicherung wären auch deshalb gravierend, weil in den Privaten Krankenversicherungen (PKV) rund 68.000 Personen beschäftigt sind, von denen bis zu drei Viertel ihre Jobs verlören. Hinzu kommt, dass laut PKV -Verband jeder Euro in der PKV mit einer Bruttowertschöpfung von 2,10 Euro in anderen Unternehmen verbunden ist. Zudem wirkt sich jeder Arbeitsplatz in der PKV auf 4,6 weitere Arbeitsplätze aus.

Seitens der SPD werden diese Zahlen offensichtlich nicht in dieser Form akzeptiert. Wie sonst ließe sich erklären, dass Gesundheitsexperte Karl Lauterbach für das Wahljahr 2017 die „paritätische Bürgerversicherung“ als großes Thema ankündigt und damit die nach ihrer Ansicht „Zwei-Klassen-Medizin“ überwinden möchte.

Interessanterweise handelt es sich bei der aktuellen Studie nicht um die erste dieser Art.2013 hatte die Gewerkschaft Verdi schon einmal eine ähnliche Untersuchung durchgeführt und war zu einem noch drastischeren Szenario gelangt.

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