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Streit um Studie zur PKV

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Es ist gerade einmal fünf Tage her. Im Rundumversicherungsblog berichteten wir über die angebliche Schlechterstellung von Rentnern in der PKV. Und meldeten Zweifel an der Studie der AOK an. Ein großer Versicherungsanbieter hat dies nun ebenfalls getan und wartet mit jeder Menge Zahlen auf.

Nach Ansicht zahlreicher PKV -Anbieter sind die Zahlen, die von der AOK vorgelegt wurden, deutlich zu allgemein und nicht aussagekräftig. So wurde beispielsweise die Kundenzufriedenheit in der Vergangenheit von zahlreichen Meinungsforschungsinstituten unter die Lupe genommen. Das Verbraucherportal 1a zitiert in diesem Kontext Stefan Reker, den Pressesprecher des PKV-Verbands, der darauf hinweist, dass PKV -Kunden durchweg zufriedener sind als die gesetzlich Versicherten.

Laut Debeka, dem derzeit größten PKV -Anbieter Deutschlands, liegt die Kundenzufriedenheit sogar bei 94 Prozent. Zudem sei die Studie der AOK „völlig haltlos“. Fakt ist, dass von 16.000 versicherten Rentnern in der PKV lediglich 0,3 Prozent in den letzten Jahren ihre Selbstbeteiligung erhöht haben. Ein Tarifwechsel wurde dabei von 1,5 Prozent der Rentner vollzogen. Grundlage sind 16.000 Versicherte, die den 79 befragten Rentnern aus der AOK-Studie gegenüber stehen.

Aus „objektiver“ (oder nennen wir es unabhängiger) Warte gibt es sicherlich für beide Seiten Argumente. Natürlich mag in manchen Einzelfällen ein Tarifwechsel anstehen und natürlich können die Beiträge mit dem Alter ansteigen. Deshalb aber gleich das komplette PKV -Modell in Bausch und Bogen zu verurteilen, ist wahrlich übertrieben. Gewiss herrscht ein Wettbewerb zwischen den gesetzlichen Krankenkassen und der PKV. Dieser sollte jedoch nicht zur Panikmache genutzt werden.

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