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Stiftung Warentest und der neue PKV -Vergleich

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Das eine vorweg: die Hallesche ist beim aktuellen PKV -Vergleich von Stiftung Warentest noch unter den besten Versicherern. Nichtsdestotrotz ist die gesamte Branche nicht gerade gut weggekommen. Mancherorts heißt es nun schon, dass sich eine Private Krankenversicherung (PKV) nur für Beamte lohnt.

Des Weiteren malen die Tester das Schreckgespenst stetig steigender Beiträge an die Wand, das so schlichtweg nicht zutrifft. Entsprechend hagelte es bereits Kritik an den Methoden, die auch in der ÄrzteZeitung publiziert wird. Der PKV -Verband bemängelt hier, dass die Kriterien undifferenziert und zudem intransparent seien.

Ein Beispiel ist das Eintrittsdatum von Mitte 30, das in der PKV zu einer Steigerung der Beiträge um rund das Dreifache führen kann. So weit, so gut. Es ist jedoch so, dass sich der Beitrag auch in den gesetzlichen Krankenversicherungen um das Dreifache erhöht, wie PKV -Verbandssprecher Stefan Reker anmerkt.

Ebenfalls hat Stiftung Warentest nicht darauf hingewiesen, dass für Rentner der zehnprozentige Beitragszuschlag sowie der Krankentagegeldtarif wegfallen, was ebenfalls für sinkende Beiträge sorgt.

Fast schon skurril sind Erläuterungen in dem Artikel, wonach PKV-Patienten die Rechnung beim Arzt sofort ausgehändigt bekommen und diese stets zunächst aus eigener Tasche begleichen. Hieran übte Versicherungsmakler Sven Hennig Kritik und wies berechtigerweise darauf hin, dass dieses Procedere in der Praxis nur selten anzutreffen sei.

Kritik aus anderer Richtung findet sich bei Duckhome. Warum, fragt der dortige Verfasser, wurden lediglich teure Tarife miteinander verglichen. In der Tat existieren mehr und mehr Tarife, die der GKV ähneln und in den meisten Bereichen schlichtweg lohnenswerter sind. Dass durch hohe Eigenbeteiligungen zum Teil weniger als 200 Euro im Monat (40-jähriger selbstständiger Mann) gezahlt werden müssen, fällt diskret unter den Tisch.

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