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Steigende Prämien in der PKV: so lassen sich Belastungen reduzieren

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Es ist eines der Aufregerthemen dieser Tage und auch wir verweisen noch einmal auf die Beitragssteigerungen, die derzeit von den meisten Privaten Krankenversicherungen in den meisten Tarifen beschlossen werden. Focus Money weist in einem interessanten Artikel erneut darauf hin, dass „eine einfache Gesetzesänderung“ für Abhilfe sorgen könnte.

Fairerweise findet man in dem Artikel sowohl den Hinweis auf die seitens des Gesetzgebers vorgegebenen Schwellenwerte, die über Jahre keine Beitragsanpassung möglich machen, als auch noch einmal den direkten Vergleich zwischen der PKV und den gesetzlichen Krankenkassen. Interessant ist dieser vor allem dann, wenn auch die Einnahmenseite betrachtet wird, denn …..…. „Von 2010 bis 2020 ergibt sich in der PKV ein Anstieg der Beitragseinnahmen je Versicherten um 25,3 Prozent und in der GKV um 45,6 Prozent.„. Wird die normalerweise gleichauf liegende Beitragsentwicklung um diesen Faktor bereinigt, so

ergibt sich eine durchschnittliche jährliche Steigerung der Beitragsbelastung von 2,3 Prozent in der PKV und 3,8 Prozent in der GKV.
Es ließe sich natürlich einwenden, dass der Anteil bei der GKV meist gleich bleibt und auch die Arbeitseinkommen steigen, doch gilt dies natürlich auch für die PKV-Versicherten und eventuell sogar in noch höherem Maße. Des Weiteren dürfte der so genannte „Zusatzbeitrag“ in der GKV in den kommenden Jahren deutlich ansteigen. Viele Kritiker werfen der regierenden SPD sogar ideologische Gründe vor, denn würde eine kontinuierliche Beitragsentwicklung ermöglicht, könnte die PKV besser kalkulieren.
Bis dahin können Versicherte Selbstbehalte vereinbaren oder erhöhen, Leistungen einschränken oder in einen günstigeren Tarif wechseln, wofür nach

§ 204 Versicherungsvertragsgesetz sogar ein Anrecht besteht. Man muss allerdings damit rechnen, dass die Beitragsentwicklungen sämtliche Tarife einschließt und keine Ausnahmen macht.

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