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Statistik: Deutsche oftmals überversichert

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Sind die Deutschen überversichert? Diese Frage ist angesichts der Zahlen durchaus berechtigt. So ermittelt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)  jährliche Versicherungsausgaben in Höhe von 2.219 Euro pro Person, während der europäische Durchschnitt bei gerade einmal 1.843 Euro liegt.

Diskutiert wird die Frage nach der Überversicherung in der Wirtschaftswoche, wo auch der Brite Adam Fletcher zu Wort kommt. Dieser hat einen Leitfaden geschrieben, wie Ausländer typische Deutsche werden („How to be a German in 20 easy steps„) und versteigt sich zu der Einschätzung: “ If someone invented insurance insurance, an insurance against not having the right insurance, we’d all be treated to the sight of 80 million people dying of happiness.“

Diese Einschätzung ist natürlich humorvoll gemeint, hat aber einen wahren Kern. In der Tat neigen viele Deutsche zum Abschluss sinnloser Versicherung, beispielsweise beim Kauf eines Mobiltelefons oder einer Brille. Im Schnitt besitzt jeder Deutsche sechs Policen, doch wird wirklich elementarer Schutz wie die Haftpflichtversicherung immer noch von einem Drittel der BundesbürgerInnen vernachlässigt.

Nach Angaben des Bundes des Versicherten (BdV) machen Versicherungen wie die genannte Handypolice, die Hochzeitsrücktritt-Kostenversicherungen oder Glasbruch-Versicherung etc. rund ein Drittel des jährlichen Gesamtvolumens aus.

Interessanterweise sind die Deutschen in nahezu allen Versicherungsbereichen vorn. Eine Ausnahme bildet ausgerechnet die private Altersvorsorge, wo hierzulande lediglich 1.067 Euro pro Jahr investiert werden. In Großbritannien sind es 2.740  Euro und auch Belgien (1925 Euro), Frankreich (1728 Euro), Italien (1146 Euro) und die Niederlande (1135 Euro) liegen vor Deutschland.

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