Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

Statistik: Basistarif in der PKV wird kaum genutzt

| Keine Kommentare

Viel wurde der Basistarif der PKV in der Vergangenheit kritisiert. Ohne dieses Thema inhaltlich aufzugreifen, stellt sich die Frage nach der Relevanz der Kritik. Gemäß des aktuellen Rechenschaftsberichts des PKV -Verbands wählten lediglich 0,36 Prozent der Versicherten den Basistarif.

In absoluten Zahlen ausgedrückt, entspricht das 30.200 Versicherten und ja: der Wert ist gegenüber den 26.100 Versicherten im Vorjahr leicht angestiegen. Vom prognostizierten „Ansturm“ infolge zu hoher Beiträge kann indes keine Rede sein.

Ebenfalls erwähnenswert ist die Tatsache, dass die Versicherten im Basistarif zu zwei Dritteln innerhalb ihrer PKV wechselten. Ein Drittel wiederum, war zuvor nicht versichert und hat sich für die PKV entschieden. Wechsel aus der gesetzlichen Krankenversicherung in einen Basistarif oder Wechsel von einer anderen PKV gab es hingegen so gut wie keine.

Die Einführung des Basistarifs erfolgte 2009 und wurde gesetzlich vorgeschrieben. Gefordert waren „bezahlbare Prämien“ in der PKV und ein Tarif, der mit der GKV vergleichbar sein sollte. Die monatlichen Höchstkosten für den Basistarif liegen bei 610 Euro, womit sich der Tarif am entsprechenden Höchstsatz der GKV orientiert.

Ist der Basistarif also ein Erfolgsmodell? Das ist schwer zu beurteilen und vielleicht ließe sich eher von einer Art „Auffangnetz“ sprechen. Angesichts des geringen Zuspruchs könnte man allerdings die Vermutung äußern, dass die Beiträge in der PKV attraktiv genug sind, um von einem Wechsel abzuhalten.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.