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Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) nicht Teil der PKV?

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Nachdem derzeit zahlreiche Grundsatzdebatten über das Wohl und Wehe der Privaten Krankenversicherung (PKV) geführt werden, tritt nun auch die Übernahme der spezialisierte ambulanten Palliativversorgung (SAPV) in den Fokus.

Hintergrund ist die Behauptung der Deutschen Stiftung Patientenschutz (DSP), die darüber spricht, dass diese Behandlung in der PKV nur auf Kulanz angeboten wird. Die PKV weist den Vorwurf jedoch vehement von sich.

Nach Ansicht der DSP, werden Schwerstkranke und Sterbende in der PKV gegenüber gesetzlich Versicherten benachteiligt. So seien lediglich bei drei der 23 überprüften Versicherungen entsprechende Maßnahmen auch im Leistungskatalog festgeschrieben. In den Allgemeinen Versicherungsbedingungen findet sich die SAPV hingegen überhaupt nicht. Ausnahmen bilden jedoch die Beamten, die seit 2007 einen gesetzlichen Anspruch auf die Leistungen haben.

So weit die Theorie, denn auf  Nachfrage, konnte die DSP lediglich einen einzigen Fall nennen, in dem es Probleme bei der Übernahme der SAPV durch eine PKV gab. Das dokumentiert auch die ÄrzteZeitung, die umfangreich über die Auseinandersetzung berichtet. Zudem hatte die PKV im genannten Fall zur Vermeidung einer rechtlichen Auseinandersetzung dann doch gezahlt, womit kaum von einer „krassen Fehlversorgung“ gesprochen werden kann.

Seitens des PKV -Verbands wurden die Vorwürfe dann auch entschieden zurückgewiesen. Verbandsdirektor Volker Leienbach bemängelte, dass die „krasse Fehlversorgung“ an nur einem Fall festgemacht wurde, in dem am Ende sogar gezahlt wurde. Demnach mag die rechtliche Grundlage eine andere als in der gesetzlichen Krankenkasse sein – am Ende wurde die SAPV aber noch immer gezahlt.

 

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