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SPD präsentiert neues Konzept zu PKV und Bürgerversicherung

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In der Diskussion um die Zukunft der Privaten Krankenversicherung (PKV) ist nun seitens der SPD Erstaunliches zu vernehmen. Offensichtlich soll die PKV nicht direkt abgeschafft werden, sondern die Bürgerversicherung in einzelnen Schritten kommen.

Wie der Versicherungsbote schreibt, soll dabei die Zukunft der privaten Krankenversicherer gesichert werden, wenngleich eine Angleichung an das System der gesetzlichen Krankenkassen geplant ist. Letztere sollen erneut in den Beiträgen ansteigen und sich an den Bemessungsgrenzen für die Rentenversicherung orientieren.

Grundlage für die Konzeption ist offensichtlich ein Papier aus der Friedrich-Ebert-Stiftung, die bekanntlich den Sozialdemokraten nahe steht. An der Erstellung waren dem Vernehmen nach Gesundheitsexperten der Krankenkassen, Gewerkschaften und aus dem wissenschaftlichen Kontext beteiligt.

Zu den Eckpunkten gehört die Angleichung der Arzthonorare, die fortan keinen höheren Preis mehr von Privatpatienten in Rechnung stellen sollen. Des Weiteren sollen die Arbeitgeber durchweg die Hälfte der Versicherungsprämien zahlen, was dann auch für Beamte in gesetzlichen Krankenversicherungen gelten soll.

Zuletzt sollen auch Mieten oder Einnahmen aus Kapitalanlagen zur Berechnung der Krankenversicherungsbeiträge herangezogen werden, was derzeit als Tabu gilt.

Im Gegenzug für die zusätzlichen Belastungen sollen sich die Krankenkassen wieder an Zahnersatz oder Brillen beteiligen und die Beiträge für alle Versicherten sinken.

Leider sind die Pläne derzeit noch recht unkonkret und wurden bislang auch nicht umfassend diskutiert. Es steht aber zu erwarten, dass in den kommenden Monaten bis zu den Bundestagswahlen noch eine Reihe neuer Vorschläge die Runde machen.

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