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Sind Europäische Krankenversicherungen eine Alternative zur PKV?

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Wenngleich in Deutschland seit dem 1. Januar 2009 die Krankenversicherungspflicht herrscht, leben nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes rund 137.000 Menschen ohne Versicherungsschutz. Die Private Krankenversicherung (PKV) ist nicht zur Aufnahme verpflichtet und auch die gesetzlichen Krankenkasse sind nicht zuständig.

Was also tun? Cecu.de stellt die Europäischen Krankenversicherungen als Alternative vor. Mit einigen Einschränkungen versteht sich, denn Anbieter wie die US-amerikanische Aetna, die irische Axa PPP oder die Europ Assistance Group aus Frankreich sind natürlich nicht rein uneingenützig auf dem Markt tätig.

Anders als die deutschen Anbieter, können die europäischen Krankenversicherungen ihren Mitglieder auch kündigen. Andererseits müssen nicht gezahlte Beiträge auch nicht nachgezahlt werden. Im Krankheitsfall muss ein Versicherter in Vorleistung treten und nur im Krankenhaus ist eine Direktabrechnung möglich.

Nach Ansicht des zitierten Artikels sind die europäischen Krankenversicherungen vor allem dann sinnvoll, wenn die Ansprüche der PKV oder der gesetzlichen Krankenkassen nach drei Jahren verjährt sind. Viele Anbieter aus der PKV hatten sich in der Vergangenheit geweigert, ehemalige Mitglieder aus der europäischen Krankenkasse aufzunehmen, was jedoch zu Konflikten mit der Finanzaufsichtsbehörde BaFin führte.

Wo die Haken sind? An diversen Stellen. Denn die europäischen Krankenversicherer arbeiten nicht mit Altersrückstellungen. Die Tarife steigen deshalb deutlich stärker an. Bei chronischen Krankheiten wird zum Teil überhaupt nicht geleistet und wer in psychologischer Behandlung war, muss zwei Jahre bis zur nächsten Kostenübernahme warten.

Von einer echten Alternative zur Privaten Krankenversicherung sollte man also nicht sprechen. Dennoch gut zu wissen, dass es im Fall der Fälle nicht nur zwei, sondern drei Alternativen gibt.

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