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Schweiz: Eindeutiges Bekenntnis zur PKV

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Die Frage nach der Existenzberechtigung der Privaten Krankenversicherung (PKV) ist hierzulande erst einmal vom Tisch. In der Schweiz fand am gestrigen Sonntag ein Volksentscheid zu diesem Thema statt: mit eindeutigem Ergebnis.

Wie unter anderem Tagesschau.de berichtet, entschieden sich die Eidgenossen mit einer überwältigenden Mehrheit von 61,8 Prozent für die Beibehaltung der PKV. Die Wahlbeteiligung lag bei immerhin 47,8 Prozent. Interessant am Abstimmungsergebnis ist einmal mehr der so genannte „Röstigraben“. Die Deutschschweizer waren eindeutig für die PKV, während sich in den vier Westschweizer und französischsprachigen Kantonen Genf, Jura, Neuenburg und Waadt gegen die privaten Kassen ausgesprochen wurde.

Der Volksentscheid wurde von den Sozialdemokraten, Grünen sowie Gewerkschaften, Patienten- und Verbraucherorganisationen sowie Berufsverbänden des Gesundheitswesens ins Leben gerufen. Hier zeigt sich also eine ähnliche Interessenlage wie in Deutschland. Ziel war die Abschaffung der 61 privaten Krankenkassen sowie die Einführung einer einheitlichen Prämie. In der Folge hätte sich das Geschäftsmodell der Privaten lediglich auf die Zusatzversicherungen beschränkt.

Seitens des Schweizer Bundesrats und des Parlaments aber auch verschiedener Wirtschaftsverbände und Krankenkassen wies man jedoch darauf hin, dass sich das bestehende System bewährt habe. Die Bevölkerung sieht das offensichtlich ähnlich und so bleibt alles beim Alten.

Interessant wäre die Frage, wie ein Volksentscheid in Deutschland ausgehen würde. Dass es jemals dazu kommt, ist indes sehr unwahrscheinlich.

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