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Schuldenschnitt in der Privaten Krankenversicherung (PKV)

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Es ist ein einmaliger Schritt und wird meist mit der Überschrift „Schuldenschnitt in der Privaten Krankenversicherung (PKV)“ bezeichnet. Die Rede ist von der Einführung der neuen Notlagentarife, die faktisch einem enormen Schuldenerlass gleichkommt.

Näheres berichtet die „Welt„, wo wir auch erfahren, dass die Aktion in den nächsten Tagen anläuft. Mehr als 144.000 Versicherte sind betroffen und werden durch die Einstufung in den Notlagentarif von Schulden in teilweise vierstelliger Höhe befreit.

Eingeführt wurde der neue Notlagentarif bereits im August dieses Jahres. Zu einem Preis von lediglich 100 bis 120 Euro im Monat erhält man eine wirksame Krankenversicherung, die sowohl akute Erkrankungen als auch Schmerzzustände abdeckt. Des Weiteren erhalten Schwangere und junge Mütter uneingeschränkten Versicherungsschutz. Alterrücklagen werden allerdings nicht aufgebaut, was den günstigen Preis erklärt.

Derzeit gilt der Schuldenerlass bis Ende des Jahres. Die Außenstände in der PKV belaufen sich auf 750 Millionen Euro, die durch die jetzige Aktion gleichsam abgeschrieben werden könnten. Gesetzliche Grundlage ist das neue „“Gesetz zur Beseitigung sozialer Überforderung bei Beitragsschulden in der Krankenversicherung“.

Ebenfalls betroffen sind Nichtversicherte, die auch den Notlagentarif wählen können. Wer bis zum Ende des Jahres wieder bei einer PKV anklopft, braucht keine Nachzahlungen für nicht versicherte Monate und Jahre zu leisten und kann damit wieder bei Null anfangen. Nach Angaben von Stephan Nuding von der Verbraucherzentrale Bayern sollten alle Betroffenen die jetzige Chance nutzen, denn ab dem kommenden Jahr könnten sich die Bedingungen wieder verschlechtern.

 

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