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Sachversicherungen: gehört dem Individualtarif die Zukunft?

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In den Sachversicherungen zeichnet sich ein vermeintlich neuer Trend ab. Die Zeitschrift Capital berichtet darüber, dass mehr und mehr Versicherungen auf Individualtarife setzen. Dabei erhalten die Kunden eine maßgerechte Versicherung und können selbst konfigurieren.

Als Beispiel wird die Hausratversicherung genannt. Wer beispielsweise kein oder nur ein altes Fahrrad besitzt, kann diese Leistung aus dem Vertrag streichen. Selbiges kann auch für Fensterscheiben oder andere Teilaspekte gelten. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Autoversicherungen, die als Vorreiter der Individualversicherung gelten.

Auf den ersten Blick ergeben sich durch diese neue Versicherungsform eine Fülle von Vorteilen. Mehr Freiheit für den Verbraucher kann gleichzeitig mit einer Reduzierung der Kosten einhergehen. Es lohnt sich jedoch ein näheres Hinsehen, denn der Versicherungsvergleich ist merklich komplizierter geworden. Wo vormals sprichwörtlich „Äpfel mit Äpfeln“ und identische Leistungen miteinander verglichen wurden, existieren fortan eine Fülle verschiedener Tarife und Module.

Leidtragende sind vor allem die Versicherungsvergleichsportale, die dem neuen Angebot nur schwerlich Herr werden. Es ist ja nicht so, dass Versicherungen gegen Graffitischäden oder das Rufen eines Schlüsseldienstes etc. jeweils mit einem Fixpreis versehen werden. Die Versicherung rechnet und präsentiert dann einen Gesamtpreis.

So wird der Markt merklich intransparenter, was aber auch Vorteile für gut informierte Kunden mit sich bringt. Versicherungsberater in der Sachsparte werden allerdings nicht umhin kommen, ihre Beratung exakter auf die Kundenwünsche anzupassen.

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