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Rückläufige Zahlen in der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU): Ideen gefragt

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Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) hat derzeit ein Problem. Zwar wird in den Medien mehr und mehr die unbedingte Notwendigkeit einer Police hervorgehoben: die Bürgerinnen und Bürger lässt das allerdings oftmals kalt. Wie sonst ließen sich die leicht rückläufigen Zahlen im Absatz der BU -Policen erklären?

Präsentiert werden die Zahlen im Versicherungsjournal, das damit auf das Analysehaus Franke und Bornberg Bezug nimmt. Die deutschen Lebensversicherer hatten mit der BU einen Rückgang von 14 Prozent im Neugeschäft verzeichnet, während im Vorjahr noch sieben Prozent Wachstum zu Buche schlugen. Bemerkenswert sind diese Zahlen auch vor dem Hintergrund steigender Zahlen bei den Beschäftigten.

Im Bestand vermeldeten die Analysten jedoch Positives. Wer einmal eine BU hat, der behält seine Police in der Regel auch. Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass die versicherten Renten kontinuierlich steigen. Bei den Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen (BUZ) waren es 2013 551 Euro gegenüber 536 Euro im Vorjahr, bei den klassischen BU- Versicherungen sogar 990 Euro gegenüber 969 Euro.

Dennoch ist der durchschnittlich versicherte Betrag in Höhe von 771 Euro deutlich zu wenig. Bedenkt man, dass die BU-Rente auf Sozialleistungen wie Hartz IV angerechnet wird, lässt sich in manchen Fällen eher von einer Entlastung der Sozialsysteme und nicht von einem vollumfänglichen Schutz gegen Berufsunfähigkeit sprechen.

Für Versicherungsberater geht es nun darum, den Versicherungsschutz möglichst auszuweiten. Zudem sollte beachtet werden, dass die Risikoprüfung je nach Situation unterschiedlich ausfallen kann. Hierzu heißt es im zitierten Artikel:

Je geringer der Berufsbezug der Versicherung, desto eher sei das Produkt auch bei Vorerkrankungen abschließbar.

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