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Riester-Versicherung: Abschluss- und Vertriebskosten mehrfach abgerechnet

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Dass die Riester-Versicherung unter den anhaltend niedrigen Zinsen leidet, ist hinlänglich bekannt. Nun kritisieren Verbraucherschützer die offenbar gängige Praxis, dass die Versicherer gleich mehrfach Abschluss- und Vertriebskosten in Rechnung stellen.

Fondprofessionell greift das Thema auf und berichtet über die Forderung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), der Gesetzgeber möge dieser Vorgehensweise einen Riegel vorschieben. Fakt ist, dass zumindest ein Anbieter entsprechend verfuhr und auf die neu erteilte Kinderzulage Abschluss- und Vertriebskosten erhob.

Das Problem, das den Versicherten letztlich zur Klage trieb, bestand darin, dass die Gesamtsparleistung aufgrund der Reduzierung des Eigenbetrags identisch blieb. Seitens der Versicherung wurde jedoch sogar angekündigt, dass die Kosten ein drittes Mal berechnet würden, wenn die Kinderzulage wieder wegfiele und sich der Eigenbetrag wieder erhöhe. Die Vertriebskosten bei dieser Riester-Police belaufen sich am Ende des Tages auf bis zu neun Prozent der Beitragssumme und nicht die sonst üblichen 4,5 Prozent.

Folgt man der Argumentation von Dorothea Mohn, Leiterin des Finanzmarktteams beim vzbv, so muss diese mehrfache Erhebung von Abschluss- und Vertriebskosten von gesetzlicher Seite verboten werden und lediglich bei einer Erhöhung der Gesamtleistung sollen die Versicherer noch einmal abkassieren dürfen. So steht zu befürchten, dass auch die Erhöhung der Riester-Grundzulage um 21 Euro für einige Versicherungen einen Grund darstellten, die Hand aufzuhalten, was aber bislang so nicht dokumentiert wurde.

Von Seiten der Politik existiert bislang keinerlei Stellungnahme zu diesem Thema.

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