Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

Riester: Schadenersatz wegen falsch gebuchter Zulagen erstritten

| Keine Kommentare

Wenn einer Riester -Kundin fälschlicherweise die Zulagen wegen ihres Kindes entzogen werden, besteht Anspruch auf Schadenersatz. Was wie eine Selbstverständlichkeit aussieht, wurde nun vom Landgericht Berlin festgestellt und findet sich in den Meldungen diverser Tages- und Wochenzeitungen.

Exemplarisch sei an dieser Stelle auf den „Focus“ verwiesen, wo von einem Renditeschaden in Höhe von mehr als 200 Euro die Rede ist. Angeklagt war die Deutsche Rentenversicherung (DRV Bund), die der Frau die Zulagen für ihr Kind als rechtswidrig aberkannt hatte.

Der Fall ist deshalb so brisant, weil es das erste Urteil ist, in dem die DRV Bund zu Schadenersatz verurteilt wurde. Da spielt es auch keine Rolle, dass die Schadenssumme lediglich bei 235 Euro plus Zinsen liegt.

Vorausgegangen war eine jahrelange Auseinandersetzung um die Zahlung der Kinderzulagen. Die Riester- Kundin hatte von ihrem Anbieter erfahren, dass diese für den Zeitraum zwischen 2006 und 2010 im maschinellen Verfahren zurückgebucht worden waren, ohne zuvor Rücksprache zu halten. Hintergrund war, dass sich die zuständige Zulagenstelle schlichtweg bei der falschen Kindergeldkasse erkundigt hatte und so die Berechtigung aberkannte.

Zurückgebucht wurden dabei 831 Euro, die nun gemeinsam mit der entgangenen Rendite und der Gebühr des Riester- Anbieters für die „Wiedereinbuchung“ ersetzt werden müssen. Seitens der DRV wurde das Urteil bereits vor der anstehenden mündlichen Verhandlung anerkannt.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.