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Riester-Rente: was tun bei niedrigen Zinsen?

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Dass das anhaltend niedrige Zinsniveau erhebliche Auswirkungen auf die Versicherungsbranche hat, wurde im Rahmen dieses Weblogs schon ausführlich dargestellt. Auch die Riester-Rente ist hiervon betroffen, was der Attraktivität jedoch kaum Abbruch tut.

In der Kölnischen Rundschau kommt beispielsweise ein Sprecher von Stiftung Warentest zu Wort und meint, dass sich Interessenten an einer Altervorsorge „auf jeden Fall mit Riester beschäftigen“ sollten. Keinesfalls empfiehlt es sich, auf steigende Zinsen zu warten.

Einer der Vorteile einer Riester-Rente ist die genaue Planbarkeit. Sowohl die Ausgaben in Höhe von vier Prozent des Einkommens als auch die Förderung in Höhe von maximal 154 Euro plus 300 Euro für jedes Kind lassen sich exakt skalieren. Die Beiträge lassen sich zudem im Rahmen der Steuererklärung deklarieren, wodurch Sparer doppelt profitieren.

Als Faktor für die Entscheidung sollte nicht der derzeitige Zinssatz sondern eher das Alter herhalten. Wer älter als 55 Jahre ist, profitiert nicht mehr so sehr wie beispielsweise ein 30-jähriger Arbeitnehmer. Ältere Riester-Verträge sind derzeit attraktiver als Neuabschlüsse. Bei letzteren ließe sich überlegen, ob gegenüber einer klassischen Versicherung nicht eher auf eine Riester-Fondspolice gesetzt wird.

Einen Vorteil haben jedoch alle Riester-Produkte: sie lassen sich vor Erreichen des Rentenalters nicht einlösen und sind auf diese Weise eine „sichere Bank“. Wer indes einen Investmentplan verfolgt oder sein Geld liquide anlegt, läuft immer Gefahr, dass sein Vermögen in Zeiten geringeren Einkommens verschwindet.

Welcher Riester-Vertrag nun der Richtige ist? Diese Frage kann nur ein persönliches Gespräch mit einem Versicherungsberater beantworten.

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