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Riester -Rente: so lassen sich Verträge vererben

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Normalerweise sind Riester -Verträge als Altersvorsorge gedacht. Im Fall, dass der Versicherte vorzeitig stirbt, lassen sich die Policen jedoch auch vererben. Problematisch ist in diesem Fall jedoch der Umgang mit den Zulagen und Steuervorteilen.

Wie Finanztip.de feststellt, müssen beide rückerstattet werden, sofern die erbende Person nicht Ehepartner oder Ehepartnerin ist. Hier ist jedoch Bedingung, dass das geerbte Kapital in einen eigenen Riester-Vertrag überführt wird, um die Zulagen zu behalten. Selbstverständlich ist es in diesem Kontext auch möglich, eigens einen Riester-Vertrag abzuschließen. Eigene Förderberechtigung ist ebenfalls nicht notwendig.

Bei einem Riester-Banksparplan wird das Geld ebenfalls vererbt, sofern noch nicht die Restverrentungsphase eingetreten ist. Diese beginnt mit dem 85. Lebensjahr und bedeutet, dass eine lebenslange Rente greift, die sich nicht mehr vererben lässt.

Selbiges gilt übrigens auch für den Riester-Fondssparplan, der zusätzlich das Risiko gesunkener Fondkurse beinhaltet. Mit anderen Worten kann hier weniger geerbt werden, als zuvor eingezahlt wurde.

Bei Vorliegen einer Riester-Rentenversicherung spielt die Laufzeit eine entscheidende Rolle. In den ersten fünf Jahren werden die Erträge in aller Regel zur Deckung der Kosten verwendet, sodass so gut wie kein Erbe entsteht. Des Weiteren lassen sich die Verträge von vornherein so gestalten, dass eine Todesfallleistung ausgeschlossen wird.

Umgekehrt lässt sich durch eine Rentengarantiezeit die Weiterzahlung der Rente auch noch Jahre nach dem Ableben sicherstellen. Das Vererben des Kapitals nach Beginn der Rentenzahlung ist allerdings nicht möglich.

Diejenigen, die nicht als Ehepartner einen Riester-Vertrag erben, müssen in jedem Fall die Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen. Das angesparte Kapital wird Teil des Nachlasses und muss zudem ggf. versteuert werden.

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