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Riester-Rente: immer weniger Förderung

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Die Attraktivität der Riester-Rente steht und fällt mit der staatlichen Förderung. Statistiken zeigen jedoch, dass diese zuletzt immer weniger wurde und der Anteil der in voller Höhe geförderten Verträge in Relation zur Gesamtsumme der Verträge abnimmt. Die Bundesregierung nennt für 2014 noch 36,1 Prozent an voll geförderten Riester-Verträgen, 2015 waren es nur noch 35,5 Prozent.

Der Versicherungsbote bemängelt in diesem Zusammenhang zurecht, dass die Statistik nur bedingt aussagekräftig ist, weil ein- und dieselbe Person auch mehrere Riester-Verträge besitzen kann. 2015 kamen 11,1 Million Riester-Sparer in den Genuss einer staatlichen Zulage — die volle mögliche Summe erhielten allerdings lediglich 53,3 Prozent. Das Volumen an Förderung belief sich auf 3,83 Milliarden Euro.

Die Zahlen sind deshalb noch nicht auf dem neuesten Stand, da sich Riester-Förderung noch zwei Jahre rückwirkend beantragen lässt. Anders formuliert, existieren zwar schon Informationen über 2016 und 2017, doch können sich diese noch erheblich verschieben.

Von den laufenden Verträgen verzichten 32 Prozent auf mehr als die Hälfte der möglichen Förderung, indem die Verträge nicht ausreichend bespart werden. Es besteht in diesem Kontext somit noch ein erhebliches Potenzial. Der größte Teil der Förderung bestand in der Grundzulage, dahinter folgt die Kinderzulage, während der Abzug von Sonderabgaben bei der Steuererklärung merklich seltener erfolgte.

Begünstigte der Riester-Rente sind vor allem Personen, die in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis stehen. Der Anteil liegt hier bei 85,4 Prozent gegenüber gerade einmal 6,1 Prozent Beamten, die an zweiter Stelle rangieren.

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