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Riester -Rente: Grüne fordern Neustart

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Ist die Riester -Rente gescheitert? Interessanterweise kommen ausgerechnet die Grünen, die bei der Einführung in der Regierung saßen, zu diesem Schluss und fordern nun eine Art „Neustart“. Angedacht ist die Einführung der „Deutschland-Rente“.

Das ist umso erstaunlicher, als Statistiken in bestimmten Konstellationen durchaus den Sinn der Riester-Förderung belegen. Vor allem Familien mit vielen Kindern können von den Zulagen profitieren und sich ein zusätzliches Standbein in Form einer privaten Rente aufbauen. Dennoch schreibt die Frankfurter Rundschau, dass die Grünen eine vernichtende Bilanz ziehen.Einer der Gründe ist möglicherweise, dass lediglich 6,4 Millionen Menschen in die Riester- Rente investieren und damit vier Prozent ihres Einkommens der privaten Altersvorsorge zuführen. Bedenkt man, dass satte 30 Millionen Männer und Frauen von der Absenkung des Rentenniveaus betroffen sind, sollte um einen Ausgleich gerungen werden.

Als mögliche Alternative wird seit Neuestem immer wieder die „Deutschland Rente“ ins Feld geführt. Nach Idee der Grünen soll jeder Arbeitnehmer mit Hilfe eines Basis-Pensionsfonds Altersvorsorge betreiben. In Schweden existiert bereits ein solches Modell, doch soll dieses in Deutschland nicht verpflichtend sein. Die Verwaltung des Vorsorgefonds soll in staatlicher Hand liegen, womit nach Ansicht der Grünen eine Senkung der Vertriebs- und Abschlusskosten erreicht wird. Die staatliche Förderung soll über Zulagen erfolgen, bei denen die Mindestsätze deutlich höher liegen als bei der derzeitigen Riester-Förderung.

Mit der Idee der „Deutschland-Rente“ wird bereits die zweite Riester-Reform-Idee durch die Grünen präsentiert. Anderenorts wurde bereits die Idee eines auf Selbstkostenbasis arbeitenden Rentenfonds aufgebracht, der bei der Deutschen Rentenversicherung angesiedelt ist.

Seitens der Versicherungswirtschaft wird bereits gegen die grünen Ideen protestiert, wenngleich sich derzeit noch gar keine politischen Mehrheiten gebildet haben.

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