Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

Riester -Rente: Diskussion um die Pfändbarkeit

| Keine Kommentare

Eines der vielen Argumente, die für den Abschluss eines Riester- Vertrags sprechen, ist die Pfändungssicherheit der Rente. In den letzten Monaten und Jahren mehrten sich allerdings die Urteile, die dies anders einschätzten und damit für Unsicherheit sorgten.

Die Augsburger Allgemeine greift das Thema auf und beruft sich unter anderem auf ein Urteil des Amtsgerichts München. Hier sahen die Richter den Pfändungsschutz nur dann als gegeben, wenn staatliche Zulagen beantragt wurden. Eine 43-jährige Frau hatte hierauf verzichtet und wurde im Rahmen ihrer Privatinsolvenz zur Kasse gebeten.

Diesem Urteil steht eine Entscheidung des Landgerichts Aachen gegenüber. Hier wurde explizit darauf hingewiesen, dass auch bei Verzicht auf staatliche Förderung keine Möglichkeit zur Pfändung besteht. Wohlgemerkt: es geht allein um die Ansparphase und um Beträge, die maximal vier Prozent des Bruttoeinkommens ausmachen.

Es stellt sich hier jedoch die Frage, welche Berechtigung ein Riester -Vertrag ohne staatliche Förderung hat. Zumeist ist es gerade der üppige Bonus, der diese Form der Altersvorsorge besonders attraktiv macht. Zudem ist der Antrag auf Förderung wichtig, um garantierte Pfändungssicherheit zu erreichen.

Ein anderes Bild ergibt sich naturgemäß während der Auszahlungsphase, in der die Riester -Rente als reguläres Einkommen angesehen wird und damit auch im Fall von Altersarmut auf die staatlichen Bezüge angerechnet wird.

 

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.